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Lügen für Likes und die Social-Media-Depression: Die dunkle Seite von Facebook & Co.

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Für viele Nutzer sind die regelmäßigen Besuche in den jeweiligen Lieblings-Netzwerken keine reine Freude mehr. Oder nicht mehr immer. Das meint zumindest eine neue Kaspersky-Studie.

So kommt ihre Befragung von weltweit über 16.000 Menschen zu dem Schluss, dass die meisten soziale Netzwerke nutzen würden, um sich besser zu fühlen. So sagen 61 Prozent, dass sie gerne optimistische Dinge posten. Ihre Statusmeldungen sollen andere zum Lächeln bringen. Das klappt nur oftmals nicht.

– Denn 57 Prozent sagen auch, dass sie nach einem Besuch bei Facebook & Co. auch davon überzeugt wären, dass andere ein besseres Leben hätten, als sie selbst.

– Tatsächlich nehmen viele den Kampf um Linkes als Kampf um Zustimmung und Bestätigung war. So sagen nur 31 Prozent, dass es ihnen gleich sei, ob und wie viel ihre Postings geliket werden.

– Für mehr Likes wären weltweit sogar zwölf Prozent bereit die Wahrheit zu beugen. In Deutschland liegt dieser Wert allerdings nur bei 7,1 Prozent. Zudem snd die Männer dabei eher bereit zu flunkern.

– Zudem zeigt die Studie auch, dass rund ein drittel aller Befragten angibt, je aktiver sie bei Facebook & Co. sind, weniger mit ihren Eltern, Partner und Kindern zu kommunizieren.

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Was machen die Social-Media-Nutzer eigentlich bei Facebook, Twitter & Co.?

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Nielsen hat seinen Social-Media-Report vorgestellt. Unter anderem beschäftigen sich die Marktforscher mit der Frage, was die Menschen überhaupt machen, wenn sie sich in ein Social-Network einloggen. Die meisten (57 Prozent) besuchen die Profilseite eines Freundes. Dann folgt das Kommentieren eines Postings eines Freundes (55 Prozent) und dann das Verschicken einer E-Mail (50 Prozent). Exakt diesen Wert erreichten auch das Posten eines Bildes und das Ansehen eines Videos. Immerhin noch 25 Prozent gaben an, Fan einer seiner zu werden oder einem Nutzer zu folgen.

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Auch interessant: Der aktivste Social-Media-Tag ist der Sonntag. Das gilt für Facebook, wie auch für Twitter. Besonders schlecht sind hierbei die Wert für Freitage.

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Diese Umfrage zeigt, warum der Kampf gegen Fake-News gar nicht so einfach ist

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Es ist so etwas wie die aktuelle Top-Fingerübung für Nachrichten-Journalisten: Jeden Tag eine Meldung über einen deutschen Top-Politiker, der Fake-News den Kampf ansagt und die Übernahme von mehr Verantwortung durch Facebook verlangt. Man könnte meinen, dass die hiesigen Minister, Fraktionsvorsitzende und medienpolitischen Sprecher mehr als Glücklich sind, ein erstes – billiges – Wahlkampfthema zu haben.

Allerdings fragte bislang keiner, wie die Nutzer zu diesem Thema eigentlich stehen. Eine US-Untersuchung des Pew Reasearch-Center widmet sich erstmals dieser Frage. Und sieh da: So einfach, wie es die deutschen Politiker gerne hätten, ist es nicht.

Denn die Frage nach der Verantwortung beantworten nicht alle mit dem Reflexhaften nennen von Facebook. Staitsta hat die Ergebnisse der Umfrage sehr übersichtlich aufgearbeitet.

Infografik: Wer soll gegen Fake News vorgehen? | Statista
Mehr Statistiken finden Sie bei Statista

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Vertrauen, „Trust“: Der wohl wichtigste, altmodischste und doch heißeste Social-Media-Trend des Jahres 2017

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Alle reden von Fake-News, Hasskommentare und dem schlechten und gefährlichen Einfluss von Bots in sozialen Netzwerken. Immer mehr politische Kräfte, aber auch Marketers, wollen mit Hilfe unlauterer Mittel unsere Aufmerksamkeit und unsere Überzeugungen beeinflussen. Aber auch einen gewissen Einfluss auf unsere Entscheidungen gewinnen.

Diese Gefahren werden in den kommenden Monaten massiv zunehmen. Deshalb glauben David Amerland und Tim Fargo, dass „Trust“, die nächste Grenze sein wird, um die ein erbitterter Kampf entbrannt.

Auch wenn die beiden das Thema aus einer stark marketing-getriebenen Perspektive betrachten, lässt sich aus ihrer Voraussage für das kommende Jahr, auch einiges für Medien und ihre Herausforderungen ableiten.

Trust in a digital environment where every step we take is a studied one and where everything can be controlled, altered and manipulated presents both a challenge and an opportunity. The challenge lies in understanding the myriad ways through which trust is experienced and formed. The opportunity lies in establishing connections with our audience that have lasting value because they appeal to the core identity of who we are and what we consider to be important. Neither of these can be undertaken lightly, nor can it be said to be easy but it is how companies, brands and individuals will now differentiate themselves from the crowd, form networks of contacts that give them influence and establish their dominance in a crowded marketplace.

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Von wegen Filterblase: Aktive Social-Media-Nutzer kommen häufiger mit anderen politischen Meinungen in Berührung

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Seite dem Wahlsieg von Donald Trump sprechen scheinbar alle über die Macht und den Einfluss von Filterblasen, die in sozialen Netzwerken dafür sorgen, dass man durch die Nachrichtenauswahl von Algorithmen, immer häufiger nur die Nachrichten angezeigt bekommt, die den eigenen politischen Ansichten entsprechen.

Das bietet sich ganz großartig als eine der Top-Erklärungen für den überraschenden Wahlsieg des Immobilien-Milliardärs an. Allerdings fehlt es offenbar an validen Daten, die diese Aussage auch stützen.

Tatsächlich gibt es recht aktuelle Studien, die dem fast schon widersprechen. So zitiert Süddeutsche.de aus einer Arbeit des Statistiker Seth Flaxman von der Universität Oxford. Der Forscher hat 50.000  Browser-Historien von US-Bürgern aus dem Jahr 2016 anonym ausgewerteten. Dabei fand er nur einen sehr mäßigen Einfluss von Algorithmen auf die Meinungsvielfalt. „Entgegen der populären Vorstellung, dass viele nur noch über soziale Netzwerke Nachrichten konsumieren, surfen laut der Untersuchung typische Internetnutzer meist direkt ihre bevorzugten Nachrichtenseiten an“, fasst SZ.de die Resultate zusammen.

Weiter heißt es: Wer zusätzlich auf sozialen Netzwerken aktiv ist, hat laut Flaxman sogar eine höhere Chance, mit Meinungen von der anderen Seite des politischen Spektrums in Berührung zu kommen.“

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Zahlen, bitte: Die Wahrheit über das Bloggen und den Zeitaufwand dahinter

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Ich predigte das in so gut wie allen meinen Seminaren. Wenn Content King ist, ist Bloggen Gott. Denn in einem Blog hat man die volle Kontrolle über seine Inhalte. Zudem liebt Google Blog-Postings und belohnt sie auch noch mit viel Aufmerksamkeit und Reichweite.

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Doch diese Vorteile haben ihren Preis: sie kosten viel Zeit. Wie viel, zeigt jetzt eine Auswertung von Orbit Media Studios. Die US-Amerikaner haben sich der Frage gewidmet, wie lange es dauert ein anständiges Blog-Posting zu schreiben. Rund 56 Prozent sagten, dass sie drei Stunden oder weniger in das Verfassen des Textes investieren würden. Das ist ganz schön viel, wenn man bedenkt, dass es Google besonders gerne mag, wenn man möglichst häufig frischen Content-Stoff in seinem Web-Journal veröffentlicht.

One Minute

US-Professor Cal Newport widerspricht allen Digital-Experten: Social-Media-Ausstieg als Karriere-Turbo

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Diese Analyse stellt vermeintliche Wahrheiten2.0 auf den Kopf. Eigentlich sind sich die Experten sicher: Wer möglichst viel in das eigenen Ego-Marketing in den sozialen Netzwerken investiert, hat bessere Karriere-Chancen. Immerhin ist er bekannter und wir – so zumindest die Hoffnung – als Kompetenter wahrgenommen. Stimmt nicht so ganz, sagt jetzt Cal Newport, Professor an der Georgtown University.

Denn: In der Marktwirtschaft werden Dinge, die als selten und besonders wahrgenommen werden, auch als wertvoller eingeschätzt. Social-Media kann jedoch jeder: Ist also weder selten, noch besonders. Menschen, die Karriere machen wollen, sollten sich lieber auf wirklich außergewöhnliche Fähigkeiten konzentrieren.

In a capitalist economy, the market rewards things that are rare and valuable. Social media use is decidedly not rare or valuable. Any 16-year-old with a smartphone can invent a hashtag or repost a viral article. The idea that if you engage in enough of this low-value activity, it will somehow add up to something of high value in your career is the same dubious alchemy that forms the core of most snake oil and flimflam in business.

An dieser Stelle sei aber auch noch einmal an ein Zeit-Interview mit der Karriere-Beraterin Gianna Possehl erinnert. Darin sagt sie

Internationalen Studien und Umfragen unter Headhuntern zufolge hat unsere Fachkompetenz nur einen Anteil von etwa zehn Prozent daran, wie unsere Karriere verläuft. Unser Image beeinflusst die Karriere zu 30 Prozent und unsere Bekanntheit sogar zu 60 Prozent.

Weiter sagt sie: „Das heißt aber nicht, dass wir fachlich keine Ahnung haben brauchen. Natürlich wird Kompetenz vorausgesetzt. Aber: Sie schafft keinen Mehrwert. Fleißig zu sein, loyal zu sein und gewissenhaft zu arbeiten, alles das fördert leider das berufliche Vorankommen nicht.“

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Die Hashtag-Woche im Überblick: Für jeden Tag die passende Hype-Schlagworte

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Die Experten sind sich sicher: Mindestens ein Hashtag macht jedes Instagram- und Twitter-Posting potentiell erfolgreicher. Welche dieser Schlagworte gerade besonders angesagt sind, verraten Dienste wie Hashtagnow.de.

Allerdings entwickelten sich im Laufe der Zeit auch regelrechte Hashtag-Klassiker. Diese sind meistens mit einem festen Wochentag verbunden. So schlägt man bei Twitter seit jeher am FollowerFriday seinen Followern interessante anderer Zwitscherer vor. Aber welche Spezial-Hashtags gibt es für die jeweiligen Tage noch? Hier ein Überblick:

Montag:
#Montagslaecheln
#MondayMotivation
#Montagmorgen


Dienstag

#ScheifchenDienstag
Dazu heißt es bei Hashtagnow.de: „Achtung, heiß! Aufgrund des Tumblr Accounts #SchleifchenDienstag wurde das gleichnamige Hashtag ins Leben gerufen. Darunter sammeln sich erotische Fotos von hauptsächlich Frauen, die Dessous mit Schleifchen tragen. Jeden Dienstag postet & tweetet nun das Netz sinnliche Bilder unter #SchleifchenDienstag.“

Schleifchen 😍😍😍😍 #schleifchen🎀 #Schleifchendienstag

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Mittwoch:
#WoofWednsday
Hier geht es nicht um Katzen-, sondern um Hunde-Content.
#Bergfest
#WednesdayWisdom

Donnerstag:
#ThrowbackThrusday (Kurzform #tbt)
Hier dürfen Erinnerungen aus der Kindheit in Form von alten Fotos gepostet und geteilt werden.
#ThirstyThursday
#ThankfulThursday
#TravelTuesday
Mit Reisepostings ist es an der Zeit, dem eigenen Eskapismus zu fröhnen.

Freitag:
#FridayReads
#HoodieFriday
#Friyay
#FFF oder #FollowerFriday

Samstag:
#SaturdaySelfie
#Caturday

Sonntag:
#SundayFunday

 

Siehe dazu auch: Welt.de

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Kuscheln statt Liken: Wissenschaftler meinen, dass Social-Media-Freundschaften keinen Körperkontakt ersetzten können

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Frisches Futter für Facebook-Skeptiker: In einem klasse Text setzt sich das Vice-Portal Broadly mit der Frage auseinander, was es für uns Menschen bedeutet, wenn wir immer mehr Freundschaften und Kontakte in die sozialen Netzwerke auslagern, gleichzeitig aber mit immer weniger Körperkontakt zurechtkommen müssen.  Kurz gesagt: Das ist ein Problem. Wie die Forschung mit Affen und isolierten Gefangenen zeigen, kann der Verlust von Berührungen zu katastrophalen Folgen für die Psyche

So kommt Professor Kory Floyd von der Universität von Arizona zu Wort, der klar erklärt, dass verbale oder schriftliche Kommunikation kein Ersatz für körperlichen Kontakt ist. „Berührungen haben etwas unmittelbares, das Worte nicht haben. Außerdem gibt es gewisse gesundheitliche Vorteile.“

Weiter heißt es bei Broadly: „Das Internet ist wie ein Fernglas: Es kann uns das Gefühl geben, näher zusammenzurücken oder weiter weg zu sein—je nachdem von welcher Seite man es betrachtet.“

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Sprachforscher sicher: „Keine Verrohung der Sprache“ durch Facebook, Twitter & Co.

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In Zeiten von Hate-Speech, Hass-Kommentaren, Troll-Beleidigungsorgien und OMG/LOL-Kommentaren, ist das eine beruhigende Nachricht. In Mannheim hat sich das neue Wissenschaftsnetzwerks „Diskurse digital“ getroffen und mit der Sprache in den sozialen Medien beschäftigt.

Die Forscher kommen dabei zu dem Schluss, dass trotz kurzer, emotionaler Postings, schnell geschossener Tweets und maximal verknappter WhatsApp-Nachrichte, sich zwar die Sprache verändert hätte, aber nicht verrohen würde.

„Die meisten Nutzer im Internet wollen durch innovative sprachliche Strategien beeindrucken“, zitiert die dpa die Sprachwissenschaftlerin Eva Gredel. „Die Sprache verroht dadurch nicht wirklich, sie differenziert sich nur mehr aus: Es geht darum, den Stil für seine Community zu finden“.

Das bedeute auch, dass jede Community bzw. jedes Social-Network seine eigene Sprache finden würde.