US-Künstler verkauft Instagram-Bilder fremder Nutzer ungefragt für 90.000 Dollar

Instagram

Die betroffenen Instagram-Nutzer dürften sich nicht gerade darüber freuen. Für alle anderen ist der Fall jedoch ein wunderbares Lehrbeispiel für Social-Netzwerke, die Rechte am eigenen Bild und die Copyright-Problematik im allgemeinen.

Der US-Künstler Richard Prince stellt in New York neue Arbeiten aus und konnte diese für bis zu 90.000 Dollar pro Bild auch verkauft. Das Problem dabei: Waren es überhaupt seine Bilder? Denn Prince hat einfach Screenshots von anderen Instagram-Pics gemacht, diese vergrößert und lediglich eine eigene Kommentarzeile eingefügt.

Heißt: Er hat die Bilder nicht abfotografiert, sondern nur einen Screenshot inklusive des öffentlichen Umfeldes, in dem das Pic zu sehen ist, kopiert und mit eigenen Inhalten angereichert.

Stand heute, dürften die betroffenen Instagram-Nutzer eher schlechte Chancen mit einer Klage haben. Zumindest in den USA. In Frankreich verlor Prince allerdings gerade erst einen ähnlichen Prozess. Zumindest in der ersten Instanz.

Schlechte Nachrichten für Facebook: Werber verlieren Interesse und wenden sich YouTube zu

Facebook, Google+, Instagram, LinkedIn, Pinterest, Twitter, xing

News aktuell und Faktenkontor haben bei Unternehmen und PR-Agenturen nachfragt, welche Social Media-Plattformen in den kommenden zwölf Monaten an Bedeutung für die PR-Arbeit gewinnen und welche verlieren werden.

Der Ergebnisse werden vor allem bei Facebook auf wenig Begeisterung stoßen.

Werden in den nächsten zwölf Monaten wichtiger:
1. YouTube (Unternehmen: 58 % / PR-Agenturen: 65 %)
2. Twitter (48 % / 42 %)
3. Instagram (40 % / 47 %)
4. LinkedIn (32 % / 35 %)
5. Xing (25 % / 21 %)

Werden in den nächsten zwölf Monaten unwichtiger:
1. Stayfriends (54 % / 56 %)
2. Facebook (36 % / 37 %)
3. Google+ (34 % / 35 %)
4. Flickr (26 % / 32 %)
5. MyVideo (25 % / 30 %)

Tatsächlich hat die Untersuchung aus meiner Sicht einen wichtigen Faktor vergessen. Ich bin mir sicher, dass wir in den kommenden Monaten einen extremen Boom beim den Massaging-Diensten als Marketing-Plattform sehen werden.

Passend dazu auch noch einmal diese Auswertung von Michael Kroker

WhatsApp für Redaktionen: Erkenntnisse und Erfahrungen

Best Practice, WhatsApp

Vor rund vier Wochen habe ich für MEEDIA einen WhatsApp-Dienst aufgebaut. Unsere Idee: Immer, wenn etwas wirklich Branchen-Relevantes passiert, schicken wir allen Interessierten eine WhatsApp-Nachricht mit der News, inklusive eines Links mit weiteren Informationen. Organisiert haben wir den Service über die Funktion „Broadcast Listen“.

Erste Erkenntnis: Die Nutzer lieben das Angebot, die positive Resonanz hat uns alle überrascht.

So viel zur Kurzfassung: Der Teufel steckt aber wie immer im Detail. Deshalb hier eine – natürlich unvollständige Liste mit den wichtigsten Erfahrungen:

  • Es gibt wirklich kaum Einstiegshürden. Jede Redaktion kann einen solchen Dienst aufbauen. Sie braucht nur ein Smartphone inklusive WhatsApp. Das war es.
  • Es empfiehlt sich der Einsatz eines Android-Gerätes. Denn nach dem ersten Setup lässt es sich bequem via Browser steuern. Das vereinfacht die praktische Arbeit ungemein.
  • Das erst Setup dauert ewig, weil jede Nummer händisch in das Kontakte-Buch des Smartphones eingetragen werden muss
  • Dabei sperrt einem WhatsApp immer wieder für ein bis zwei Stunden, weil man zu schnell zu viele Kontakte hinzufügt.
  • Das Managen der unterschiedlichen Broadcastlisten ist immer aufwendig. Es können nur 256 Abonnenten in einer Liste zusammengefasst werden. Es ist nervig die Listen einzurichten und Abmeldungen machen immer extra Arbeit. Der Dienst ist einfach nicht darauf ausgelegt von Redaktionen genutzt zu werden.
  • Es ist aber wirklich überraschend und erstaunlich, wie viele Nutzer begeistert und freiwillig bei einem solchen Angebot mitmachen.
  • Die Kommunikation ist toll. Die Nutzer haben Interesse an der Arbeit einer Redaktion und freuen sich, wenn ein Medium offen und entspannt mit ihnen spricht. Für MEEDIA ist das Whats App-Angebot bislang ein steter Quell der Freude.

Wo poste ich was? Den Erklär-Donut für alle Social-Networks gibt es jetzt auch in Deutsch

Tipps und Tricks

Wie nutze ich welches Social-Network? Für diese schwierige Frage gab es bislang immer die einfache Antwort: schaue beim Erklär-Donat nach. Anhand dieses traditionellen amerikanischen Gebäckstückchens wurde schon immer in einem Bild erklärt, was man bei Facebook, Twitter & Co. postet.
Social Media

Jetzt hat sich die Digitalberatung Cortex Digital die Mühe gemacht, das US-Vorbild zu aktualisieren und ins Deutsche zu übersetzen.

Bildschirmfoto 2015-05-19 um 11.23.35

Jodel: Neues Social Network aus Deutschland will auf Inhalte, statt auf Selbstdarstellung setzen

Jodel

Schon einmal versuchte ein Social-Network von Deutschlands Universitäten aus die Welt zu erobern. Es hörte auf den Namen StudiVZ und es ging schief. Anfang gelang den Berlinern jedoch tatsächlich eine beachtliche Erfolgsgeschichte.

Jetzt schickt sich Jodel an, ebenfalls von den Unis der Republik aus, den Aufstieg in die Top-Liga der Netzwerke zu schaffen.

Hier die wichtigsten Fakten im Schnelldurchlauf:

  • Im Vordergrund stehen dabei Inhalte und keine Personen
  • Das „Jodeln“ erfolgt völlig anonym
  • Derzeit ist Jodel in über 30 deutschen Städten von München bis Hamburg verfügbar sowie in einzelnen Städten in Schweden, Österreich, Spanien, der Schweiz und den Niederlanden.
  • Aktuell hat Jodel bereits mehr als 200.000 Nutzer.

    Jodel-Grafik

Technisch ist Jodel eine App, bei der die Nutzer ohne die Erstellung eines Profils gleich einen Beitrag posten können. Die Reihenfolge der angezeigten Botschaften richtet sich nach Aktualität, wahlweise auch nach der Bewertung der anderen Nutzer.

Die einzelnen Botschaften lassen sich zudem auf- oder abwerten. Der Clou dabei: Ab einer gewissen Anzahl von Abwertungen wird ein Post entfernt. Natürlich ist es auch möglich einzelne Jodels zu kommentieren.
Besonderheit: Alle Bilder werden vor der Freischaltung manuell geprüft.

Das Wort „Team“ sollte dabei sein: Twitter erforscht das Geheimnis erfolgreicher Hashtags

Postings-Kniffe, Twitter

Längst sind Hashtags zu einer ganz eigenen Ordnungsmacht im Social-Web geworden. Oftmals organisieren sie die sonst chaotische Kommunikation der Crawd über alle möglichen Themen.

Schon lange gibt es keinen Event, keine Kampagne, TV-Show oder Fußballpartie ohne ein eigenes, passendes Schlagwort.

Jedoch: Vor allem Werber und Marketers mussten längst auch schon leidvoll erfahren, was es bedeutet, wenn ein Hashtag so richtig aus dem Ruder läuft.

Um das Phänomen besser zu verstehen, hat sich Twitter nun einmal die Kunstbegriffe und Buchstaben-Kombinationen mit dem Gatterzeichen davor angenommen und analysiert, was erfolgreiche Hashtags gemeinsam haben. Untersucht wurden über 350 Hashtags zu US-Amerikanischen Fernsehsendungen.

Die wichtigsten Erkenntnisse:

  • Die erfolgreichen Schlagworte beinhalteten immer den Namen der Sendung
  • Sobald der Begriff „Team“ ein Teil des Hashtags war, erhöhte sich der Buzz merklich
  • Auch ein erfolgreicher Kniff: Die Beschreibung eines charakteristischen Moments in Form eine Schlagwortes.

Auch wenn sich die Erkenntnisse auf Twitter und das US-Fernsehen beziehen, lassen sie sich ohne bedenken sicherlich auch auf Deutschland und andere Networks übertragen.