Aus den Social-Networks in die Nachrichten-Portale: Der Journalismus entdeckt Emojis

Allgemein

Schon lange gehören Emoticons zum universellen Sprachschatz vieler Social Networks. Vor allem mit dem Siegeszug von Instagram gehen die Symbole immer stärker in unseren Sprachschatz über. So langsam entdeckt auch die Kommunikationsbrache die Emojis, wie diese wunderbaren Beispiele zeigen.

Das Wall Street Journal nimmt sich des Themas eher spielerisch an. Dort sollen die Leser aktuelle Überschrift in die Symbolsprache übersetzen.
WJS

Die New York Times programmierte dagegen ein nettes Quiz.

New York Times

Ebenfalls für Rätselfreunde ist der Ansatz der Welt. Hier gilt den passenden Fußball-Verein zu raten.

Welt

Besonders gelungen ist diese Idee von Chevrolet. Der US-Autobauer verfasste für eines seiner neuen Modelle eine ganze Pressemitteilung in der neuen Sprache.

Chevrolet

Schon älter, aber nicht minder gelungen ist dieses Cover des New Yorkers.
New Yorker

Beste Zeit zum Posten? Bei Pinterest Samstags zwischen acht und elf, bei Instagram (eigentlich) immer

Allgemein

Wie so oft im Leben kommt es auch beim Erfolg von Social Media-Postings auf das richtige Timing an. Jede Plattform hat dabei seine Eigenheiten. QuickSprout hat sich die Mühe gemacht und eine Vielzahl von Studien auszuwerten, wann für welches Portal die Posting-Zeit am günstigsten ist.

Aber Vorsicht: Es handelt sich dabei um Durchschnittswerte. Je nach Branche und Inhalt kann der richtige Zeitpunkt erheblich variieren. Fragen Sie sich deshalb immer: Wann ist meine Zielgruppe wohl vor dem Rechner und hat auch Lust und Interesse meine Postings zu konsumieren?

BestTime_Infographic

via Socialmediatoday.com

Warum das Nutzer-Wachstum die wohl wichtigste Währung im Silicon Valley ist

Analyse, Daten

Was zählt wirklich in der Bewertung von Social-Networks und neuen Web-Startups? Die Größe der Nutzerbasis, deren Aktivität oder doch deren Bereitschaft Geld auf der Plattform auszugeben?

Über die richtigen Bewertungskriterien wird immer wieder gestritten. Ging es nach Visits wäre Facebook vor Twitter und vk.com. Twitter an Position zwei? Fragen jetzt sicherlich viele. Ja. Zumindest wenn man die Visits auf den jeweiligen Websites zählt.

Nimmt man die Gesamtzahl der Nutzer sehen wir ein ganz anderes Bild:
Statistik: Top 10 Social Media Portale weltweit nach Marktanteil im Jahr 2015 | Statista
Mehr Statistiken finden Sie bei Statista

In seiner aktuellen Ausgabe erweitert der Spiegel die Möglichkeiten der entscheidenden Bewertungskriterien um eine interessante Alternative: das Nutzer-Wachstum. So heißt es in einer Story über Twitter:

Das Nutzerwachstum ist immer noch die zentrale Währung im Silicon Valley, die Logik dahinter einfach: Solange die Menschen nur anhaltend zu einem Online- dienst strömen, folgen die Einnahmen, meistens als Werbeumsätze, ganz automatisch. Internetplattformen profitieren dabei vom sogenannten Netzwerkeffekt.

Als Beleg zitieren die Hamburger Marc Andreessen: „Mehr Daten verschaffen dir mehr Kunden, die geben dir mehr Daten, wodurch du mehr Kunden bekommst, und so drehst du das Rad immer weiter.“

Es geht für Social Networks also weniger um den Ist-Zustand, sondern immer nur um die Frage, wie man am effektivsten und schnellsten weiterwächst.

Auf der Jagt nach Likes und Shares: Diese Inhalte funktionieren im Social-Web besonders gut

Content, How to

Content is King. Es gibt wohl kaum einen journalistischen Standart-Satz, der in Zeiten von Web 2.0 und sozialen Netzwerken immer zutreffender wird, als diese vermeintliche Platitude. Tatsächlich haben fast alle großen Tech-Companys mittlerweile Journalisten eingestellt und Redaktionen aufgebaut. Viele andere Unternehmen investieren schon länger in Content-Marketing, Storytelling und eigene Inhalte.

Sie alle eint das Wissen, dass der beste Treibstoff für Erfolg in den sozialen Medien eigene – professionell erstellte – Inhalte sind.

Doch welche Inhalte und welche Story-Typen funktionieren am besten? Dieser Frage ging die Content-Analysten von buzzsumo.com nach. Sie kam zu dem Schluss, dass vor allem drei Inhalte-Typen größten Erfolgsaussichten im Social-Web hätten: How To-Stücke, Quizze und Bilder-Geschichten.

How To-Postings:

  • Die Experten haben herausgefunden, dass drei von vier Web-Nutzern bereit sind online ihren Wissenshorizont zu erweitern
  • Ein How To-Posting wird im Schnitt 5,2 Mal geteilt. Einen solch guten Wert gibt es sonst bei keiner anderen Inhalte-Art
  • Grundsätzlich sollte man sich von dem alten Verkäuferleitspruch leiten lassen: „Verkauf etwas und Du hast einen Kunden für einen Tag. Hilf jemanden und Du hast einen Kunden für immer“

Quizze

  • Die Web-Spiele folgen dem Motto: Quizze sind wie Spiegel. Es ist fast unmöglich an einem vorbeizulaufen ohne reinzusehen
  • Acht der zehn am häufigsten geteilten US-Artikel im vergangenen Jahr waren Quizze

Bilder-Postings

  • Der Volksmund meint: Ein Bild sagt mehr als tausend Worte. Tatsächlich transportiert eine visuelle Darstellung Informationen 60.000 Mal schneller in unserem Hirn, als Text
  • Facebook-Postings, die ein Bild beinhalten werden doppelt so häufig geteilt, wie reine Text-Postings
  • Besonders erfolgreich sind übrigens noch immer Bilder-Galerien. Auch wenn sie längst einen wirklich miesen Ruf habenbuzzsumo-final

    via Socialmediatoday

Xing vs. LinkedIn: Vorteile, Gemeinsamkeiten, Nachteile

LinkedIn

Für viele ist es bald schon eine Art Glaubensfrage: Welches Business-Netzwerk soll man nutzen? Tatsächlich spricht einiges für Xing und anderes für LinkedIn. Wobei: eigentlich könnte man auch prima von beiden profitieren. Der Versuch einer Entscheidungshilfe:

Mitgliederzahlen:
Xing kam in Deutschland, Österrreich und der Schweiz (DACH-Region) zum Ende des vergangenes Jahr auf über acht Millionen Mitglieder. LinkedIn dagegen meldete die Sechs-Millionen-Mitglieder-Marke durchstoßen zu haben. Weltweit hat LinkedIn natürlich meilenweit die Nase vorn. Das spielt hierzulande allerdings natürlich keine Rolle.

Gibt es Gemeinsamkeiten?

  • Beide sind Businessnetzwerke
  • Das Herzstück beider sind jeweils eine Art Online-Lebenslauf
  • Beide bieten zudem die Möglichkeit die Mitglieder direkt zu kontaktieren. Die Erfahrung zeigt, dass die Wahrscheinlichkeit einer Antwort weit höher ist, als bei anderen Netzwerken
  • Beide Netzwerke eignen sich hervorragend als Online-Visitenkarten
  • Beide Netzwerke bieten durchaus die Chance, über die Posting-Funktion wichtige Entscheider/Influencer über eigene Inhalte zu informieren
  • Neben dem Teilen eigener Beiträge sollten man sich auch mit fachlich guten Kommentaren bei anderen Beiträgen zu Wort melden. Das kann die Sichtbarkeit erheblich erhöhen.

Welche Vorteile bietet Xing?

  • Studien zeigen: Mehrheit der deutschen Personaler setzen primär auf Xing. Andere Social Media-Kanäle ignorieren sie weitgehend
  • Der Preis: Die Premium-Mitgliedschaft ist günstiger
  • Die Hamburger setzen mittlerweile sehr stark auf die Job-Karte und erweitern sich immer stärker auch zu einer Online-Stellenbörse.

LinkedIn

Welche speziellen Vorteil bietet LinkedIn:

  • Wesentlich internationaler. Wenn Internationale Kontakte dann LinkedIn
  • Es ist einfacher die eigenen Kompetenzen besser in den Mittelpunkt zu rücken

Karrierebibel meint grundsätzlich zur Nutzung von Karrierenetzwerken:
1. Welche Botschaft wollen Sie vermitteln?
Haben Sie ein persönliches Motto, dass Ihre Arbeitsweise aussagekräftig beschreibt? Wenn nicht, wie könnte dieses lauten? Und wie transportieren Sie diese Botschaft in Ihren Beiträgen im Netzwerk Ihrer Wahl?
2. Kennen Sie Ihr Profil?
Ein klares Profil ist das A und O Ihrer Bewerbung und Reputation. Kennen Sie Ihre Kernthemen dafür? Wenn ja, lassen Sie dann auch Ihre Persönlichkeit einfließen? Diese macht Sie einzigartig und ist auch für Arbeitgeber von Bedeutung.
3. Wen wollen Sie erreichen?
Kennen Sie die Influencer und Entscheider Ihrer Branche? Wissen Sie, mit wem Sie Kontakt aufnehmen wollen und wer Ihnen weiter helfen kann? Wenn Sie konkrete Wunschkontakte haben, können Sie Reputation und Netzwerk strategisch auf- und ausbauen.

Welche typischen Fehler können Nutzer beider Netzwerke begehen?

  • Kontaktanfragen ohne Grund oder Nachricht
  • Penetrantes Kommentieren oder kontaktieren bei Kontakten
  • Ständige Angeberei mit der eigenen Kompetenz
  • Konsequentes Duzen und fehlende Distanz

Facebook, Pinterest, Twitter: Die größten Social-Media-Portale der Welt

Facebook, Pinterest, Twitter

Memo an mich selbst: In Vorbereitung auf ein Semiar am Wochenende, fragte ich mich mal wieder nach den Marktanteilen der großen Social-Media-Portale. Deshalb hier die Antwort:

Statistik: Top 10 Social Media Portale weltweit nach Marktanteil im Jahr 2015 | Statista
Mehr Statistiken finden Sie bei Statista

Die dürfte allerdings den meisten Playern im Markt nicht sonderlich gefallen. Beim Blick auf diesen Zahlen wird auch noch einmal besonders deutlich warum Twitter-CEO Dick Costolo gerade seinen Hut nehmen musste (alles über die Probleme von Twitter gibt es hier) und warum Pinterest als derart heißer SM-Scheiß gilt.

Buy-Button: Pinterest hat wirklich das Zeug zum wichtigsten Treiber im Social Commerce zu werden

Pinterest

In der vergangenen Woche kündigte Pinterest die Einführung eines Buy Button an. Dieser Schritt ist schau und folgerichtig.

Denn wie erklärte der Deutschland-Chef, Jan Honsel, vor einiger Zeit noch etwas umständlich:

Viele Pinterest-Nutzer befinden sich in einem „zukunftsorientierten Verwendungsmodus“. „Das heißt, sie sind für sich oder für ihr direktes Umfeld auf der Suche nach Themen, die in Kürze sehr relevant und voraussichtlich realisiert werden. Das können Einrichtungsideen sein, das Kochrezept für den Abend oder das passende Kleid für die Hochzeit der besten Freundin“. Darin liegt tatsächlich ein sehr mächtiger Unterschied. Bei Pinterest suchen die Nutzer den Content einer Marke. Bei Facebook oder Twitter sucht der Content die Nutzer!

Für diese Erklärung lieferte eine Studie von Millward Brown Digital das passende Zahlenmaterial. So sollen neun von zehn Pinterest-Nutzern als direkte Reaktion auf einen Besuch der Bilderplattform, einen Web-Kauf abgeschlossen haben.

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Passend zur Ankündigung der Einführung es Buy-Buttons sagt nun David Rekuc von Ripen eCommerce:

Pinterest is already serving as more of a proven driver for ecommerce sales than Facebook and Twitter have to date. While FB and Twitter are definitely sending traffic to online retailers, Pinterest is sending more-qualified traffic

Alles über Periscope

Pariscope, Twitter

Für MEEDIA habe ich ein dickes Themenpacket zu Periscope erstellt.
Die wichtigsten Thesen:

  • “Live-Streaming wird den Journalismus verändern” (Ulrich Reitz)
  • “Periscope wird die Art und Weise verändern, wie wir die Welt sehen” (Richard Gutjahr)
  • Persicope versetzt jeden Nutzer, der im Besitz eines Smartphones ist, in die Lage selbst zu einer TV-Station zu werden.
  • “Während die ihr Material am nächsten Abend sendeten, streamte ich live ins Web. Die Tagesschau berichtet über die Bombendrohung mit einer Reporterin, die vor einem Bluescreen mit Mannheim-Hintergrund stand. Im Gegensatz dazu war ich direkt da, live und vor Ort.“ (Bild-Mann Daniel Cremer über seinen Persicope-Einsatz beim „GNTM“-Finale)
  • Es gibt jetzt eine Quelle mehr für echtes Live-Material. Das neueste Update von Periscope könnte ein Meilenstein im Breaking-News-Journalismus sein. Im Fall eines überraschenden Events, können Journalisten nun mit einem Klick sehen, ob sich am Ort des Geschehens ein aktiver Filmer aufhält. Wenn, ja können sie sich sofort in dessen Übertragung einklinken.
  • Tatsächlich hat die Streaming-App das Zeug den Online-Journalismus weiter zu entwickeln. Ob bei Breaking-News, Live-Events oder einem Blick hinter die Redaktionskulissen: Der Einsatz der App hat großes Potential.

    Das sind die drei Storys:

  • Periscope als TV für Medien: Sechs Wege den Livestreaming-Dienst zu nutzen
  • Periscope: die wichtigsten Fragen und Antworten zu Twitters Live-Streaming-App
  • Periscope, der neue Medien-Hype: “Live-Streaming wird den Journalismus verändern”

Schlaraffenland für Werbe-Profis: Influencer.db ist die erste Suchmaschine für Influencer bei Instagram

Analyse, Instagram

Selbst bei den konservativsten Werbern und Marketing-Profis ist längst angekommen: Instagram soll aktuell der ganz heiße scheiß sein. Dafür gibt es einige überzeugende Gründe:

  • Der Aufbau einer sinnvollen Reichweite ist (noch) viel günstiger als bei Facebook oder YouTube
  • Das Netzwerk funktioniert nur über Visualität. Es ist demnach perfekt für Kampagnen zur Markenbindung
  • Dadurch, dass das Optische derart im Vordergrund steht, geht es weniger um inhaltliches. Heißt: Die Shitstorm-Gefahr ist wesentlich geringer. Diesen Faktor sollte kein Beobachter unterschätzen. Die meisten Marketing-Profis sind von Hause aus Angsthasen.
  • Mit Hilfe eines geschickten Influencer-Marketings lassen sich die Grenzen zwischen Werbung und Schleichwerbung viel einfacher verwischen. Bei Instagram ist noch vieles Mögliche, was anderswo längst als No-Go gilt

Nur wie findet ein Unternehmen einflussreiche Instagram-Nutzer, die sich für die eigenen Produkte vor den Werbekarren sperren lassen? An diesem Punkt will Influencer.db helfen.

T3n erklärt den Dienst:

Über die Suchfunktion könnt ihr gezielt nach Nutzern suchen und euch ihre Interaktionsrate, die durchschnittliche Anzahl an Kommentaren pro Foto sowie die beliebtesten Hashtags und markierten Orte anzeigen lassen. Außerdem errechnet Influencer.db einen Wert pro Foto. Je höher die Anzahl der Follower und der Interaktionen, desto höher liegt dieser in US-Dollar angegebene Wert.

Neben den Daten und Zahlen zum Bilderdienst von Facebook, bietet Influencer.db auch noch Zahlenmaterial zu Blogs, Facebook-, YouTube-, Pinterest-, Google+- und Twitter-Profilen.

Influencer.db axbecker
So sieht die Analyse zu meinem Instagram-Account aus

So richtig viel Spaß macht das Angebot allerdings erst mit einem Premium-Account. Das kostet zur Zeit jedoch happige 69 Euro pro Woche.

Was ist ein Social-Network?

Definition

In der vergangenen Woche kündigte Spotify neue Features an und auch Medium.com erweiterte seinen Funktionsumfang. Bei beiden Nachrichten hieß es jeweils, dass die Dienste nun noch mehr zu Social-Networks werden würden.

Allerdings: Kann man bei der Musikstreaming-Plattform Spotify oder dem Publishing-Portal Medium überhaupt noch von einem Social Network sprechen? Diese Frage lässt sich nur beantworten, wenn man vorher klärt, was überhaupt ein Social Network ist. Deshalb: Hier eine Definition inklusive einer praktischen Checkliste:

So heißt es bei omkt.de: „Als Social Network (Deutsch: Soziales Netzwerk) werden lose, leicht zugängliche Internetgemeinschaften (Online Communitys) bezeichnet“.

Als typische Funktionen nennt Wikipedia:

  • Ein persönliches Profil mit diversen Einstellungen zur Sichtbarkeit für Mitglieder der Netzgemeinschaft oder generell der Öffentlichkeit des Netzes
  • Eine Kontaktliste oder Adressbuch samt Funktionen, mit denen die Verbindungen zu den hier verzeichneten Mitgliedern der Netzgemeinschaft, etwa Freunde, Bekannte, Kollegen usw., verwaltet werden können.
  • Der Empfang und der Versand von Nachrichten an andere Mitglieder
  • Der Empfang und Versand von Benachrichtigungen über diverse Ereignisse wie Profiländerungen, neu eingestellte Bilder, neue Kritiken usw.
  • Erstellen von Blog oder Mikroblogging-Funktionen bzw. das Veröffentlichen von einzelnen Statusaktualisierungen
  • Spiele dienen der Kommunikation und Kooperation der Plattformnutzer. Vorrangiges Ziel ist dabei der Aufbau von sozialen Kontakten sowie die Eingliederung in die spielinternen Gemeinschaften.
  • Suchfunktionen