US-Professor Cal Newport widerspricht allen Digital-Experten: Social-Media-Ausstieg als Karriere-Turbo

Allgemein

Diese Analyse stellt vermeintliche Wahrheiten2.0 auf den Kopf. Eigentlich sind sich die Experten sicher: Wer möglichst viel in das eigenen Ego-Marketing in den sozialen Netzwerken investiert, hat bessere Karriere-Chancen. Immerhin ist er bekannter und wir – so zumindest die Hoffnung – als Kompetenter wahrgenommen. Stimmt nicht so ganz, sagt jetzt Cal Newport, Professor an der Georgtown University.

Denn: In der Marktwirtschaft werden Dinge, die als selten und besonders wahrgenommen werden, auch als wertvoller eingeschätzt. Social-Media kann jedoch jeder: Ist also weder selten, noch besonders. Menschen, die Karriere machen wollen, sollten sich lieber auf wirklich außergewöhnliche Fähigkeiten konzentrieren.

In a capitalist economy, the market rewards things that are rare and valuable. Social media use is decidedly not rare or valuable. Any 16-year-old with a smartphone can invent a hashtag or repost a viral article. The idea that if you engage in enough of this low-value activity, it will somehow add up to something of high value in your career is the same dubious alchemy that forms the core of most snake oil and flimflam in business.

An dieser Stelle sei aber auch noch einmal an ein Zeit-Interview mit der Karriere-Beraterin Gianna Possehl erinnert. Darin sagt sie

Internationalen Studien und Umfragen unter Headhuntern zufolge hat unsere Fachkompetenz nur einen Anteil von etwa zehn Prozent daran, wie unsere Karriere verläuft. Unser Image beeinflusst die Karriere zu 30 Prozent und unsere Bekanntheit sogar zu 60 Prozent.

Weiter sagt sie: „Das heißt aber nicht, dass wir fachlich keine Ahnung haben brauchen. Natürlich wird Kompetenz vorausgesetzt. Aber: Sie schafft keinen Mehrwert. Fleißig zu sein, loyal zu sein und gewissenhaft zu arbeiten, alles das fördert leider das berufliche Vorankommen nicht.“

Die Hashtag-Woche im Überblick: Für jeden Tag die passende Hype-Schlagworte

Allgemein

Die Experten sind sich sicher: Mindestens ein Hashtag macht jedes Instagram- und Twitter-Posting potentiell erfolgreicher. Welche dieser Schlagworte gerade besonders angesagt sind, verraten Dienste wie Hashtagnow.de.

Allerdings entwickelten sich im Laufe der Zeit auch regelrechte Hashtag-Klassiker. Diese sind meistens mit einem festen Wochentag verbunden. So schlägt man bei Twitter seit jeher am FollowerFriday seinen Followern interessante anderer Zwitscherer vor. Aber welche Spezial-Hashtags gibt es für die jeweiligen Tage noch? Hier ein Überblick:

Montag:
#Montagslaecheln
#MondayMotivation
#Montagmorgen


Dienstag

#ScheifchenDienstag
Dazu heißt es bei Hashtagnow.de: „Achtung, heiß! Aufgrund des Tumblr Accounts #SchleifchenDienstag wurde das gleichnamige Hashtag ins Leben gerufen. Darunter sammeln sich erotische Fotos von hauptsächlich Frauen, die Dessous mit Schleifchen tragen. Jeden Dienstag postet & tweetet nun das Netz sinnliche Bilder unter #SchleifchenDienstag.“

Schleifchen 😍😍😍😍 #schleifchen🎀 #Schleifchendienstag

A post shared by Alexi Lottykarotty (@lottykarotty169) on

Mittwoch:
#WoofWednsday
Hier geht es nicht um Katzen-, sondern um Hunde-Content.
#Bergfest
#WednesdayWisdom

Donnerstag:
#ThrowbackThrusday (Kurzform #tbt)
Hier dürfen Erinnerungen aus der Kindheit in Form von alten Fotos gepostet und geteilt werden.
#ThirstyThursday
#ThankfulThursday
#TravelTuesday
Mit Reisepostings ist es an der Zeit, dem eigenen Eskapismus zu fröhnen.

Freitag:
#FridayReads
#HoodieFriday
#Friyay
#FFF oder #FollowerFriday

Samstag:
#SaturdaySelfie
#Caturday

Sonntag:
#SundayFunday

 

Siehe dazu auch: Welt.de

Kuscheln statt Liken: Wissenschaftler meinen, dass Social-Media-Freundschaften keinen Körperkontakt ersetzten können

Allgemein

Frisches Futter für Facebook-Skeptiker: In einem klasse Text setzt sich das Vice-Portal Broadly mit der Frage auseinander, was es für uns Menschen bedeutet, wenn wir immer mehr Freundschaften und Kontakte in die sozialen Netzwerke auslagern, gleichzeitig aber mit immer weniger Körperkontakt zurechtkommen müssen.  Kurz gesagt: Das ist ein Problem. Wie die Forschung mit Affen und isolierten Gefangenen zeigen, kann der Verlust von Berührungen zu katastrophalen Folgen für die Psyche

So kommt Professor Kory Floyd von der Universität von Arizona zu Wort, der klar erklärt, dass verbale oder schriftliche Kommunikation kein Ersatz für körperlichen Kontakt ist. „Berührungen haben etwas unmittelbares, das Worte nicht haben. Außerdem gibt es gewisse gesundheitliche Vorteile.“

Weiter heißt es bei Broadly: „Das Internet ist wie ein Fernglas: Es kann uns das Gefühl geben, näher zusammenzurücken oder weiter weg zu sein—je nachdem von welcher Seite man es betrachtet.“

Sprachforscher sicher: „Keine Verrohung der Sprache“ durch Facebook, Twitter & Co.

Allgemein

In Zeiten von Hate-Speech, Hass-Kommentaren, Troll-Beleidigungsorgien und OMG/LOL-Kommentaren, ist das eine beruhigende Nachricht. In Mannheim hat sich das neue Wissenschaftsnetzwerks „Diskurse digital“ getroffen und mit der Sprache in den sozialen Medien beschäftigt.

Die Forscher kommen dabei zu dem Schluss, dass trotz kurzer, emotionaler Postings, schnell geschossener Tweets und maximal verknappter WhatsApp-Nachrichte, sich zwar die Sprache verändert hätte, aber nicht verrohen würde.

„Die meisten Nutzer im Internet wollen durch innovative sprachliche Strategien beeindrucken“, zitiert die dpa die Sprachwissenschaftlerin Eva Gredel. „Die Sprache verroht dadurch nicht wirklich, sie differenziert sich nur mehr aus: Es geht darum, den Stil für seine Community zu finden“.

Das bedeute auch, dass jede Community bzw. jedes Social-Network seine eigene Sprache finden würde.

Die Deutschen vertrauen TV und Zeitungen, aber nicht deren Social-Media-Kanälen

Allgemein

Statista-Umfrage im Auftrag der Standortinitiative nextMedia.Hamburg:

Auf einer Skala von 1 (gar nicht glaubwürdig) bis 10 (extrem glaubwürdig) geben 59 Prozent der Befragten den öffentlich-rechtlichen und privaten TV-Sendern Werte zwischen 7 und 10.

Für die Printmedien liegt dieser Wert bei 54 Prozent, während er für die Glaubwürdigkeit der Online-Angebote von Tageszeitungen und Magazinen in Summe immerhin nur noch 44 Prozent beträgt.

Die Zahlen für die „neuen Medien“ sehen weit schlechter aus. So bekommen nur 28 Prozent der Nachrichten-Angebote, die ausschließlich im Web publizieren, eine Sieben oder besser auf der Zehnerskala. Bei den Social-Media-Angeboten der Medien zeigen sich nur 20 Prozent aller Umfrage-Teilnehmer zufrieden.

Heißt: Die Glaubwürdigkeit einer Meldung liegt nicht nur am Medium, sondern auch am Kanal über den sie verbreitet wird. THE MEDIUM IS THE MESSAGE

Jeder Fünfte fühlt sich besser Gehört: Der Einfluss von Social-Networks auf die Verbreitung der eigenen Meinung

Allgemein

Die Debatte über den Einfluss der sozialen Medien auf den Sieg von Donald Trump befindet sich erst am Anfang. Fest steht, dass wir über die Rolle von Facebook, Filter-Blasen und Social-Bots noch lange werden diskutieren werden.

Völlig zurecht merkte der Medienwissenschaftler Stephan Weichert in meinem MEEDIA-Interview an: „Facebook und Twitter, YouTube und Snapchat haben den traditionellen Nachrichtenanbietern schon einige Zeit den Rang abgelaufen. Die Performance letzterer in den sozialen Medien ist meist derart unattraktiv für junge Zielgruppen, so dass sie diese nicht mehr erreichen. Ich glaube daher, dass der US-Wahlkampf ein Indikator dafür ist, dass wir dort den Eintritt in eine postjournalistische Ära erleben, in der das, worüber klassische Journalisten berichten und wie sie politische Ereignisse kommentieren, kaum noch Einfluss auf das Wahlverhalten hat.“

Hier nun noch eine interessante Erweiterung des Themas. So zeigt eine frische Umfrage von Next.MediaHamburg, dass sich tatsächlich jeder fünfte seine Meinung durch Social-Media als stärker wahrgenommen fühlt. So zeigt die repräsentative Umfrage: „Insgesamt 22 Prozent finden, dass ihre Meinung heute stärker wahrgenommen wird, 66 Prozent sehen hingegen keinen Unterschied zu früher. 12 Prozent fühlen ihre Meinung heute weniger stark wahrgenommen“.

Wie viele Zeichen darf ein erfolgreiches Posting haben und wie viele Wörter eine Headline?

Allgemein

Wie lang sollte das ideale Facebook-Posting sein? Und ist es überhaupt erstrebenswert einen Tweet mit einer Länge von über 130 Zeichen zu verfassen? Zu dieser Frage gibt es unzählige Analysen und Infografiken. Keine kommt allerdings so übersichtlich auf den Punkt, wie der Internet-Zoo von Buffer and SumAllDie beiden Web-Experten packten ihre gesammelten Daten zusammen und erstellten diesen praktischen Spickzettel. 

Die sieben interessantesten Erkenntnisse sind:

  1. Facebook-Postings sollten nie mehr als 40 Zeichen umfassen. So  stellten die Analysten fest, dass bei Postings, die in dieser Kategorie fallen, die Engagement-Rate um 86 Prozent höher lag.
  2. Der Betreff einer E-Mail sollte zwischen 28 und 39 Zeichen lang sein. Dann könnte ein Mailing eine Öffnungsrate von bis zu 12,2 Prozent erzielen. Ein normaler Wert liegt bei 4 Prozent.
  3. Der ideale Domainname ist nicht länger als acht Zeichen.
  4. Die perfekte Blog-Headline ist wohl nur sechs Wörter lang. Untersuchungen zeigen, dass vor allem die ersten drei und die letzten drei Wörter gelesen werden.
  5. Das folgende Blog-Posting sollte um die 1.600 Wörter haben.
  6. Für YouTube-Video gilt die drei Minuten-Grenze.
  7. Bei Podcast sollte man dagegen an der 30-Minuten-Marke orientieren.