Vertrauen, „Trust“: Der wohl wichtigste, altmodischste und doch heißeste Social-Media-Trend des Jahres 2017

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Alle reden von Fake-News, Hasskommentare und dem schlechten und gefährlichen Einfluss von Bots in sozialen Netzwerken. Immer mehr politische Kräfte, aber auch Marketers, wollen mit Hilfe unlauterer Mittel unsere Aufmerksamkeit und unsere Überzeugungen beeinflussen. Aber auch einen gewissen Einfluss auf unsere Entscheidungen gewinnen.

Diese Gefahren werden in den kommenden Monaten massiv zunehmen. Deshalb glauben David Amerland und Tim Fargo, dass „Trust“, die nächste Grenze sein wird, um die ein erbitterter Kampf entbrannt.

Auch wenn die beiden das Thema aus einer stark marketing-getriebenen Perspektive betrachten, lässt sich aus ihrer Voraussage für das kommende Jahr, auch einiges für Medien und ihre Herausforderungen ableiten.

Trust in a digital environment where every step we take is a studied one and where everything can be controlled, altered and manipulated presents both a challenge and an opportunity. The challenge lies in understanding the myriad ways through which trust is experienced and formed. The opportunity lies in establishing connections with our audience that have lasting value because they appeal to the core identity of who we are and what we consider to be important. Neither of these can be undertaken lightly, nor can it be said to be easy but it is how companies, brands and individuals will now differentiate themselves from the crowd, form networks of contacts that give them influence and establish their dominance in a crowded marketplace.

Von wegen Filterblase: Aktive Social-Media-Nutzer kommen häufiger mit anderen politischen Meinungen in Berührung

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Seite dem Wahlsieg von Donald Trump sprechen scheinbar alle über die Macht und den Einfluss von Filterblasen, die in sozialen Netzwerken dafür sorgen, dass man durch die Nachrichtenauswahl von Algorithmen, immer häufiger nur die Nachrichten angezeigt bekommt, die den eigenen politischen Ansichten entsprechen.

Das bietet sich ganz großartig als eine der Top-Erklärungen für den überraschenden Wahlsieg des Immobilien-Milliardärs an. Allerdings fehlt es offenbar an validen Daten, die diese Aussage auch stützen.

Tatsächlich gibt es recht aktuelle Studien, die dem fast schon widersprechen. So zitiert Süddeutsche.de aus einer Arbeit des Statistiker Seth Flaxman von der Universität Oxford. Der Forscher hat 50.000  Browser-Historien von US-Bürgern aus dem Jahr 2016 anonym ausgewerteten. Dabei fand er nur einen sehr mäßigen Einfluss von Algorithmen auf die Meinungsvielfalt. „Entgegen der populären Vorstellung, dass viele nur noch über soziale Netzwerke Nachrichten konsumieren, surfen laut der Untersuchung typische Internetnutzer meist direkt ihre bevorzugten Nachrichtenseiten an“, fasst SZ.de die Resultate zusammen.

Weiter heißt es: Wer zusätzlich auf sozialen Netzwerken aktiv ist, hat laut Flaxman sogar eine höhere Chance, mit Meinungen von der anderen Seite des politischen Spektrums in Berührung zu kommen.“

Zahlen, bitte: Die Wahrheit über das Bloggen und den Zeitaufwand dahinter

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Ich predigte das in so gut wie allen meinen Seminaren. Wenn Content King ist, ist Bloggen Gott. Denn in einem Blog hat man die volle Kontrolle über seine Inhalte. Zudem liebt Google Blog-Postings und belohnt sie auch noch mit viel Aufmerksamkeit und Reichweite.

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Doch diese Vorteile haben ihren Preis: sie kosten viel Zeit. Wie viel, zeigt jetzt eine Auswertung von Orbit Media Studios. Die US-Amerikaner haben sich der Frage gewidmet, wie lange es dauert ein anständiges Blog-Posting zu schreiben. Rund 56 Prozent sagten, dass sie drei Stunden oder weniger in das Verfassen des Textes investieren würden. Das ist ganz schön viel, wenn man bedenkt, dass es Google besonders gerne mag, wenn man möglichst häufig frischen Content-Stoff in seinem Web-Journal veröffentlicht.