Von wegen Filterblase: Aktive Social-Media-Nutzer kommen häufiger mit anderen politischen Meinungen in Berührung

Allgemein

Seite dem Wahlsieg von Donald Trump sprechen scheinbar alle über die Macht und den Einfluss von Filterblasen, die in sozialen Netzwerken dafür sorgen, dass man durch die Nachrichtenauswahl von Algorithmen, immer häufiger nur die Nachrichten angezeigt bekommt, die den eigenen politischen Ansichten entsprechen.

Das bietet sich ganz großartig als eine der Top-Erklärungen für den überraschenden Wahlsieg des Immobilien-Milliardärs an. Allerdings fehlt es offenbar an validen Daten, die diese Aussage auch stützen.

Tatsächlich gibt es recht aktuelle Studien, die dem fast schon widersprechen. So zitiert Süddeutsche.de aus einer Arbeit des Statistiker Seth Flaxman von der Universität Oxford. Der Forscher hat 50.000  Browser-Historien von US-Bürgern aus dem Jahr 2016 anonym ausgewerteten. Dabei fand er nur einen sehr mäßigen Einfluss von Algorithmen auf die Meinungsvielfalt. „Entgegen der populären Vorstellung, dass viele nur noch über soziale Netzwerke Nachrichten konsumieren, surfen laut der Untersuchung typische Internetnutzer meist direkt ihre bevorzugten Nachrichtenseiten an“, fasst SZ.de die Resultate zusammen.

Weiter heißt es: Wer zusätzlich auf sozialen Netzwerken aktiv ist, hat laut Flaxman sogar eine höhere Chance, mit Meinungen von der anderen Seite des politischen Spektrums in Berührung zu kommen.“

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