WhatsApp für Redaktionen: Erkenntnisse und Erfahrungen

Best Practice, WhatsApp

Vor rund vier Wochen habe ich für MEEDIA einen WhatsApp-Dienst aufgebaut. Unsere Idee: Immer, wenn etwas wirklich Branchen-Relevantes passiert, schicken wir allen Interessierten eine WhatsApp-Nachricht mit der News, inklusive eines Links mit weiteren Informationen. Organisiert haben wir den Service über die Funktion „Broadcast Listen“.

Erste Erkenntnis: Die Nutzer lieben das Angebot, die positive Resonanz hat uns alle überrascht.

So viel zur Kurzfassung: Der Teufel steckt aber wie immer im Detail. Deshalb hier eine – natürlich unvollständige Liste mit den wichtigsten Erfahrungen:

  • Es gibt wirklich kaum Einstiegshürden. Jede Redaktion kann einen solchen Dienst aufbauen. Sie braucht nur ein Smartphone inklusive WhatsApp. Das war es.
  • Es empfiehlt sich der Einsatz eines Android-Gerätes. Denn nach dem ersten Setup lässt es sich bequem via Browser steuern. Das vereinfacht die praktische Arbeit ungemein.
  • Das erst Setup dauert ewig, weil jede Nummer händisch in das Kontakte-Buch des Smartphones eingetragen werden muss
  • Dabei sperrt einem WhatsApp immer wieder für ein bis zwei Stunden, weil man zu schnell zu viele Kontakte hinzufügt.
  • Das Managen der unterschiedlichen Broadcastlisten ist immer aufwendig. Es können nur 256 Abonnenten in einer Liste zusammengefasst werden. Es ist nervig die Listen einzurichten und Abmeldungen machen immer extra Arbeit. Der Dienst ist einfach nicht darauf ausgelegt von Redaktionen genutzt zu werden.
  • Es ist aber wirklich überraschend und erstaunlich, wie viele Nutzer begeistert und freiwillig bei einem solchen Angebot mitmachen.
  • Die Kommunikation ist toll. Die Nutzer haben Interesse an der Arbeit einer Redaktion und freuen sich, wenn ein Medium offen und entspannt mit ihnen spricht. Für MEEDIA ist das Whats App-Angebot bislang ein steter Quell der Freude.

Smarter Twitter-Trick: So einfach lassen sich Memes und Erfolgs-Tweets erkennen

Best Practice, Twitter

Sarah Mashall hat ein interessantes Blogposting geschrieben, wie man Twitter am geschicktesten zur Newsrecherche nutzen kann. Besonders ein kleiner Kniff hat es in sich. Mit Hilfe der erweiterten Suchfunktion von Tweetdeck lassen sich wunderbar Memes und besonders populäre Einzel-Tweets identifizieren.

Dazu müssen Sie bei Tweetdeck erst einen normalen Such-Auftrag erstellen. Unter der Lasche Engagement sollte dann jedoch vermerkt werden, dass nur Tweets angezeigt werden, die maximal 20 Mal geretweetet werden. Die Folge: Sie sehen jetzt nur die absoluten Erfolgs-Postings. Besser und schneller lassen sich die wirklich wichtigen 140-Meldungen kaum erkennen.