Neues Feature für Social-Media-Spielkinder: Facebook-Posting via WhatsApp teilen

Facebook, WhatsApp

Facebook und WhatsApp. Wie sich das Verhältnis von Mutter und Tochter in den kommenden Monaten verändern wird, gehört sicherlich zu den spannendsten Fragen der Social Media-Welt in den kommenden Monaten.

Vor allem Medien experimentieren massiv mit dem Messaging-Dienst als weiteren Vertriebskanal. So startete die Bild gerade einen neuen Transfer-Info-Kanal für WhatsApp. Einen gänzlich anderen, aber nicht weniger spannenden Ansatz probierte die New York Times gerade während des Papstbesuches in Südamerika aus.

Ein höchst spannendes Feature, auch und gerade für Medien, rollt Facebook nun aus. In der neuesten App-Version ist es möglich einzelne FB-Postings mit den eigenen WhatsApp-Kontakten zu teilen.

So eröffnet sich für ein Facebook-Posting ein ganz neuer Verbreitungsweg. Interessant wird es sein zu beobachten, welche Postings wie oft geteilt werden. Grundsätzlich muss eine Statusmeldung, damit sie auch bei Facebook funktioniert, den Teiler emotional besonders ansprechen. Beispiel: Gelingt dem Lieblings-Fußballverein ein besonderer Transfer-Coup, dürfte diese besonders freudige Nachricht auch begeistert via WhatsApp weiterverbreitet werden.

Wir das Teilen eines FB-Postings genau geht, erklärt Chip.de.

Mit dem Papst in Südamerika: Das interessante WhatsApp-Experiment der New York Times

WhatsApp

Es hat lange gedauert, bis sich auch die New York Times endlich an das Thema WhatsApp-Journalismus heranwagt. Nun haben die US-Amerikaner einen ersten Test gestartet. Das ist interessant. Seltsam mutet dabei allerdings das Event an, den sie mit Hilfe des Massaging-Dienstes von Facebook begleiten: den Papstbesuch in Ekuador, Bolivien und Paraguay.

pope-visit-700x1245

Dabei ist die Idee vielleicht gar nicht so blöd. Es ist ein zeitlich begrenzter Event und er interessiert nur eine sehr spitze Zielgruppe. Diese allerdings brennt für das Thema.

Die New Yorker setzten WhatsApp dabei nicht als Traffic-Bringer ein. Heißt: Sie verschicken keine Kurz-Teaser, die mit einem Link auf die eigenen Webseite enden und so möglichst viele Leser auf die Seite der NYT treiben sollen, sondern sie berichten in Kurztexten über das Geschehen. So entsteht via WhatsApp-Chat eine kontinuierliche Liveberichterstattung. Vermarkten lässt sich solch ein Ansatz nicht. Die Nutzerzufriedenheit dürfte bei dieser Lösung allerdings immens hoch sein.

Funktioniert die Reiseberichterstattung vom Papst-Trip dürfte die Reisebegleitung des Kirchenoberhauptes mit Hilfe des Chatdienstes nur der Anfang gewesen sein. Schon bald dürfte die Times wohl dann jeden Schritt des US-Präsidenten auf ähnliche Weise covern.

via Niemanlab.org

WhatsApp für Redaktionen: Erkenntnisse und Erfahrungen

Best Practice, WhatsApp

Vor rund vier Wochen habe ich für MEEDIA einen WhatsApp-Dienst aufgebaut. Unsere Idee: Immer, wenn etwas wirklich Branchen-Relevantes passiert, schicken wir allen Interessierten eine WhatsApp-Nachricht mit der News, inklusive eines Links mit weiteren Informationen. Organisiert haben wir den Service über die Funktion „Broadcast Listen“.

Erste Erkenntnis: Die Nutzer lieben das Angebot, die positive Resonanz hat uns alle überrascht.

So viel zur Kurzfassung: Der Teufel steckt aber wie immer im Detail. Deshalb hier eine – natürlich unvollständige Liste mit den wichtigsten Erfahrungen:

  • Es gibt wirklich kaum Einstiegshürden. Jede Redaktion kann einen solchen Dienst aufbauen. Sie braucht nur ein Smartphone inklusive WhatsApp. Das war es.
  • Es empfiehlt sich der Einsatz eines Android-Gerätes. Denn nach dem ersten Setup lässt es sich bequem via Browser steuern. Das vereinfacht die praktische Arbeit ungemein.
  • Das erst Setup dauert ewig, weil jede Nummer händisch in das Kontakte-Buch des Smartphones eingetragen werden muss
  • Dabei sperrt einem WhatsApp immer wieder für ein bis zwei Stunden, weil man zu schnell zu viele Kontakte hinzufügt.
  • Das Managen der unterschiedlichen Broadcastlisten ist immer aufwendig. Es können nur 256 Abonnenten in einer Liste zusammengefasst werden. Es ist nervig die Listen einzurichten und Abmeldungen machen immer extra Arbeit. Der Dienst ist einfach nicht darauf ausgelegt von Redaktionen genutzt zu werden.
  • Es ist aber wirklich überraschend und erstaunlich, wie viele Nutzer begeistert und freiwillig bei einem solchen Angebot mitmachen.
  • Die Kommunikation ist toll. Die Nutzer haben Interesse an der Arbeit einer Redaktion und freuen sich, wenn ein Medium offen und entspannt mit ihnen spricht. Für MEEDIA ist das Whats App-Angebot bislang ein steter Quell der Freude.