Kuscheln statt Liken: Wissenschaftler meinen, dass Social-Media-Freundschaften keinen Körperkontakt ersetzten können

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Frisches Futter für Facebook-Skeptiker: In einem klasse Text setzt sich das Vice-Portal Broadly mit der Frage auseinander, was es für uns Menschen bedeutet, wenn wir immer mehr Freundschaften und Kontakte in die sozialen Netzwerke auslagern, gleichzeitig aber mit immer weniger Körperkontakt zurechtkommen müssen.  Kurz gesagt: Das ist ein Problem. Wie die Forschung mit Affen und isolierten Gefangenen zeigen, kann der Verlust von Berührungen zu katastrophalen Folgen für die Psyche

So kommt Professor Kory Floyd von der Universität von Arizona zu Wort, der klar erklärt, dass verbale oder schriftliche Kommunikation kein Ersatz für körperlichen Kontakt ist. „Berührungen haben etwas unmittelbares, das Worte nicht haben. Außerdem gibt es gewisse gesundheitliche Vorteile.“

Weiter heißt es bei Broadly: „Das Internet ist wie ein Fernglas: Es kann uns das Gefühl geben, näher zusammenzurücken oder weiter weg zu sein—je nachdem von welcher Seite man es betrachtet.“

Sprachforscher sicher: „Keine Verrohung der Sprache“ durch Facebook, Twitter & Co.

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In Zeiten von Hate-Speech, Hass-Kommentaren, Troll-Beleidigungsorgien und OMG/LOL-Kommentaren, ist das eine beruhigende Nachricht. In Mannheim hat sich das neue Wissenschaftsnetzwerks „Diskurse digital“ getroffen und mit der Sprache in den sozialen Medien beschäftigt.

Die Forscher kommen dabei zu dem Schluss, dass trotz kurzer, emotionaler Postings, schnell geschossener Tweets und maximal verknappter WhatsApp-Nachrichte, sich zwar die Sprache verändert hätte, aber nicht verrohen würde.

„Die meisten Nutzer im Internet wollen durch innovative sprachliche Strategien beeindrucken“, zitiert die dpa die Sprachwissenschaftlerin Eva Gredel. „Die Sprache verroht dadurch nicht wirklich, sie differenziert sich nur mehr aus: Es geht darum, den Stil für seine Community zu finden“.

Das bedeute auch, dass jede Community bzw. jedes Social-Network seine eigene Sprache finden würde.

Die Deutschen vertrauen TV und Zeitungen, aber nicht deren Social-Media-Kanälen

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Statista-Umfrage im Auftrag der Standortinitiative nextMedia.Hamburg:

Auf einer Skala von 1 (gar nicht glaubwürdig) bis 10 (extrem glaubwürdig) geben 59 Prozent der Befragten den öffentlich-rechtlichen und privaten TV-Sendern Werte zwischen 7 und 10.

Für die Printmedien liegt dieser Wert bei 54 Prozent, während er für die Glaubwürdigkeit der Online-Angebote von Tageszeitungen und Magazinen in Summe immerhin nur noch 44 Prozent beträgt.

Die Zahlen für die „neuen Medien“ sehen weit schlechter aus. So bekommen nur 28 Prozent der Nachrichten-Angebote, die ausschließlich im Web publizieren, eine Sieben oder besser auf der Zehnerskala. Bei den Social-Media-Angeboten der Medien zeigen sich nur 20 Prozent aller Umfrage-Teilnehmer zufrieden.

Heißt: Die Glaubwürdigkeit einer Meldung liegt nicht nur am Medium, sondern auch am Kanal über den sie verbreitet wird. THE MEDIUM IS THE MESSAGE

Jeder Fünfte fühlt sich besser Gehört: Der Einfluss von Social-Networks auf die Verbreitung der eigenen Meinung

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Die Debatte über den Einfluss der sozialen Medien auf den Sieg von Donald Trump befindet sich erst am Anfang. Fest steht, dass wir über die Rolle von Facebook, Filter-Blasen und Social-Bots noch lange werden diskutieren werden.

Völlig zurecht merkte der Medienwissenschaftler Stephan Weichert in meinem MEEDIA-Interview an: „Facebook und Twitter, YouTube und Snapchat haben den traditionellen Nachrichtenanbietern schon einige Zeit den Rang abgelaufen. Die Performance letzterer in den sozialen Medien ist meist derart unattraktiv für junge Zielgruppen, so dass sie diese nicht mehr erreichen. Ich glaube daher, dass der US-Wahlkampf ein Indikator dafür ist, dass wir dort den Eintritt in eine postjournalistische Ära erleben, in der das, worüber klassische Journalisten berichten und wie sie politische Ereignisse kommentieren, kaum noch Einfluss auf das Wahlverhalten hat.“

Hier nun noch eine interessante Erweiterung des Themas. So zeigt eine frische Umfrage von Next.MediaHamburg, dass sich tatsächlich jeder fünfte seine Meinung durch Social-Media als stärker wahrgenommen fühlt. So zeigt die repräsentative Umfrage: „Insgesamt 22 Prozent finden, dass ihre Meinung heute stärker wahrgenommen wird, 66 Prozent sehen hingegen keinen Unterschied zu früher. 12 Prozent fühlen ihre Meinung heute weniger stark wahrgenommen“.

Wie viele Zeichen darf ein erfolgreiches Posting haben und wie viele Wörter eine Headline?

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Wie lang sollte das ideale Facebook-Posting sein? Und ist es überhaupt erstrebenswert einen Tweet mit einer Länge von über 130 Zeichen zu verfassen? Zu dieser Frage gibt es unzählige Analysen und Infografiken. Keine kommt allerdings so übersichtlich auf den Punkt, wie der Internet-Zoo von Buffer and SumAllDie beiden Web-Experten packten ihre gesammelten Daten zusammen und erstellten diesen praktischen Spickzettel. 

Die sieben interessantesten Erkenntnisse sind:

  1. Facebook-Postings sollten nie mehr als 40 Zeichen umfassen. So  stellten die Analysten fest, dass bei Postings, die in dieser Kategorie fallen, die Engagement-Rate um 86 Prozent höher lag.
  2. Der Betreff einer E-Mail sollte zwischen 28 und 39 Zeichen lang sein. Dann könnte ein Mailing eine Öffnungsrate von bis zu 12,2 Prozent erzielen. Ein normaler Wert liegt bei 4 Prozent.
  3. Der ideale Domainname ist nicht länger als acht Zeichen.
  4. Die perfekte Blog-Headline ist wohl nur sechs Wörter lang. Untersuchungen zeigen, dass vor allem die ersten drei und die letzten drei Wörter gelesen werden.
  5. Das folgende Blog-Posting sollte um die 1.600 Wörter haben.
  6. Für YouTube-Video gilt die drei Minuten-Grenze.
  7. Bei Podcast sollte man dagegen an der 30-Minuten-Marke orientieren.

Die „Generation Selfie“ und ihr tatsächliches Selfie-Verhalten: die Hälft fotografiert selbst

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Die Bravo kümmert sich um ihre Kernzielgruppe und befragte einmal die 11- bis 17-Jährigen nach ihrer Lebenswirklichkeit. Wie tickt die „Generation Selfie“? Neben den Erkenntnissen, dass die heutigen Jugendlichen eigentlich spießiger sind, als noch die Kids der 80er oder 90er, beschäftigt sich die Dr. Sommer-Studie auch – zumindest ein wenig – mit der Social-Network-Nutzung.

Zum Thema „Selfie-Fieber“ heißt es in der Kurzzusammenfassung:

Ihre Außenwirkung und der Vergleich mit anderen sind den Jugendlichen extrem wichtig. Schon fast die Hälfte der 12-jährigen Mädchen nutzt Social Networks wie Instagram, Facebook und Co., um Selfies zu posten und sich das (gewünscht positive) Feedback einzuholen. Mädchen sind dabei aktiver als Jungen, ihre Fotos öffentlich zu machen. Im Alter ab 13 Jahren sagen im Durchschnitt 67 Prozent der Mädchen und 49 Prozent der Jungen, sie posteten Selfies im Netz.

Schlechte Reputation: Promis haben in Social Networks ein Vertrauensproblem

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Jedes Jahr untersucht die PR-Agentur Edelmann das Vertrauen der Menschen in unterschiedliche Dinge und Institutionen. Neben vielen politischen und gesellschaftlichen Problemen behandelt die diesjährige Analyse auch die Frage, welche Autoren in sozialen Netzwerken die höchste Reputation genießen.

Trustbarometer Social Networks

Das meiste Vertrauen bringen die Nutzer ihren Freunden und Familienmitgliedern entgegen. Dann folgen Unternehmen, mit denen man schon zu tun hatte. Interessant: Celebrities haben beim Otto-Normal-Nutzer das geringste Standig.

This.cm ist offen für alle: Nur einen Link pro Tag teilen und dafür aber nur das Beste vom Besten lesen

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Konzentration auf das Wesentliche als Erfolgsgeheimnis: Schon lange gilt This als eines der angesagtesten Social-Media-Projekte überhaupt. Doch lange arbeitet das Network nur mit einem kleinen, abgeschlossenen Nutzerkreis. Doch jetzt ist This offen.

This Feed

Der Clou an dem Network ist die Verknappung. Jeder Nutzer darf nur einen Link pro Tag teilen. Das führt dazu, dass sich alle Mitglieder auf die wirklich wichtigen Hinweise beschränken.

So meint Martin Weigert beispielsweise: „Das Schöne an This.cm ist, dass dort tatsächlich nur der heiße Scheiß landet.“

Treffend beschreibt Andreas Weck This.cm auch als „ein Bookmarking-Dienst für publizistische Perlen“.

So toll das Projekt auch ist, es besteht durchaus die Gefahr, dass es daran scheitert, dass es zu viele Nutzer für ihr Ego-Marketing nutzen. Also, dass sie nur ihre eigenen Texte posten. Dann wäre This vor allem ein Bookmarking-Dienst für Ego-Shooter.

17 mal größer: So mächtig ist Facebook in Deutschland und so klein die Social-Network-Konkurrenz

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Diese Zahlen dürfte alle Facebook-Rivalen mächtig frustrieren. Basierend auf Daten von SimilarWeb errechnete Jens Schröder für MEEDIA die aktuellen Besucherzahl der größten Social Networks. Demnach verzeichnet Facebook 17 mal so viel Traffic wie die Nummer zwei der Liste. Das ist mit ok.ru / odnoklassniki.ru auch noch so etwas wie ein absolutes Nischenangebot. Auf Position drei liegt Twitter.

Hier die obere Hälfte der Liste. Die komplette Auflistung gibt es hier:

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Twitter in Deutschland ein Nischendienst, den nur Medien-Junkies und –Profis nutzen

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Diese Zahlen dürften Twitter nicht gefallen. In seinem Blog erklärt Wiwo-Mann Michael Kroker eine spannende Analyse von Björn Schumacher und seinem Daten-Tool Scoopio. Unter anderem kommt die Untersuchung zu dem Ergebnis, dass hierzulande überwiegend Medien-Junkies und –Profis den 140-Zeichen-Dienst nutzen.

Kroker schreibt:

So beschäftigt sich gut die Hälfte aller Tweets bei Twitter in Deutschland im weitesten Sinne mit Medien – abzulesen in den Unterkategorien Social Media, Internet, IT, TV, Musik sowie Film & Fernsehen.

Grundsätzlich würde Twitter in Deutschland nur von knapp einem Drittel der registrierten 3 Millionen Accounts aktiv genutzt. 2,4 Millionen Accounts hätten weniger als 50 Follower.

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Trotzdem bleibt Twitter in Deutschland die Nummer drei unter den Social Networks. Basierung auf Zahlen von SimilarWeb verzeichnete der 140-Zeichen Dienst im Juli 50,97 Millionen Visits.